EINBLICK HINTER GEFÄNGNISMAUERN

Schülerinnen des Wahlpflichtfaches PSYCHOLOGIE besuchen die Justizanstalt Krems

Im Rahmen des Wahlpflichtfaches Psychologie unternahmen am 7. Mai 2026 Schülerinnen der 7AB in Begleitung der Lehrperson Mag. Silvia Eder eine Exkursion in die Justizanstalt (JA) Krems.

Bereits beim Betreten der Justizanstalt wurde den Schülerinnen bewusst, dass sie in eine Lebenswelt eintauchen, die stark von Regeln, Kontrolle und Begrenzungen geprägt ist. Hohe Mauern, Sicherheitsschleusen, verschlossene Türen und vergitterte Fenster vermittelten unmittelbar das Gefühl von Eingeschlossenheit.

Während der Führung durch den stellvertretenden Leiter der Justizanstalt, Oberstleutnant Michael Bauer, und einem Justizwachebeamten erhielten die Schülerinnen Einblicke in verschiedene Bereiche des Gefängnisses, darunter der Besuchertrakt, Gemeinschaftsbereiche, die Tischlerei als eine der Arbeitsstätten für Insassen, der Haftbereich für Frauen mit Kindern oder der Innenhof, als zeitlich begrenzter Aufenthaltsort im Freien. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung eines typischen Haftraumes: ein kleiner Raum, funktional eingerichtet, der stark das Leben im Gefängnis, das auf das Wesentliche reduziert ist, verdeutlicht.

Besonders betont wurde vom Herrn Oberstleutnant Bauer der wichtige Aspekt der Resozialisierung: Ziel des Strafvollzugs sei es nicht nur, Straftaten zu sanktionieren, sondern auch den Insassen eine Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen. Bildungsangebote, Arbeit und therapeutische Maßnahmen sollen helfen, neue Perspektiven zu entwickeln und Rückfälle zu vermeiden.

Die Exkursion in die Justizanstalt Krems war eine wertvolle Ergänzung zur Beschäftigung mit Kriminalität und deren Folgen im Rahmen des Themenbereiches „Kriminalpsychologie“.  Freiheit, als oft unterschätzter Wert, erhielt dabei eine neue, tiefere Bedeutung – eine Erkenntnis, die die Schülerinnen weit über den Unterricht hinaus begleiten wird.