Vortrag des Vereins Lila Winkel

Am 21. Januar 2026 besucht der Verein Lila Winkel das BRG, bei dem die Klassen 7AB und 4D über das Leben und Schicksal der Hermine Liska erfuhren.

Hermine Liska wurde am 12. April 1930 in St. Walburgen, Görtschitztal in Kärnten geboren. Ihre Eltern Johann und Elisabeth Obweger betätigten sich schon seit den 1920er-Jahren als Bibelforscher (Zeugen Jehovas). Sie lehnten aus religiösen Gründen jegliche Unterstützung des nationalsozialistischen Systems ab und setzten sich damit der nationalsozialistischen Verfolgung aus. Bereits im Alter von elf weigerte sich Hermine, mit „Heil Hitler“ zu grüßen, die Uniform der Hitlerjugend anzuziehen und sich an sonstigen nationalsozialistischen Aktivitäten zu beteiligen. Trotz des Widerstands überlebte Frau Liska und setzte sich seit 1998 gegen das Vergessen ein und erzählte ihre Lebensgeschichte an Schulen in ganz Österreich. Am 1. Juli 2024 verstarb Hermine Liska im 95. Lebensjahr. Ihre Geschichte wird vom Verein Lila Winkel weitererzählt und macht deutlich, wie mutig und standhaft Liska trotz der Verfolgung blieb.

Der Vortrag zeigte anschaulich, wie wichtig Zivilcourage, Toleranz und das Eintreten für eigene Überzeugungen sind und leistete einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur an unserer Schule.

Quelle: https://www.erinnern.at/themen/artikel/nachruf-hermine-liska-die-letzte-zeitzeugin-der-ns-opfergruppe-jehovas-zeugen-in-oesterreich-verstorben